PRIMUS erobert sich den Kalendermarkt

Großschirma, 22.10.2008

Die PRIMUS international printing GmbH in Großschirma baut derzeit ihr Fertigungsprogramm weiter aus. Die Druckerei investierte über zwei Millionen Euro in neue Technik. Damit will das Unternehmen verstärkt in den Markt des Bogenoffsets und der Kalenderherstellung eingreifen.

„Wir produzieren Produkte, die nicht an jeder Ecke erhältlich sind. Dazu bedarf es eines gewissen Knowhows“, erklärt der technische Geschäftsführer Torsten Zech. Mit der Kalenderproduktion wolle sich die Firma von anderen Druckereien unterscheiden. Dank der neuen Druck- inklusive Falzmaschine sowie der so genannten Zusammentragmaschine für die vollautomatische Broschüren- und Blockfertigung kann das Unternehmen jetzt über den Druck bis hin zur Weiterverarbeitung die komplette Kalenderherstellung selbst übernehmen. Seit Mitte September läuft die neue Produktionsstrecke, gerade noch rechtzeitig vor der Hauptbestellzeit von Monats- und Plakatkalendern sowie Schreibtischunterlagen.

Das ist aber nur ein Teil des Produktionsvolumens der PRIMUS GmbH, die 1995 mit zwei Mitarbeitern als Formular-Druckerei startete. Mittlerweile sind 65 Arbeitskräfte in Großschirma beschäftigt, die Broschüren, Aufkleber, Kunststoffaufdrucke wie Tischsets oder Mousepads, Flyer, Plakate, Journale, Briefumschläge oder Versandttaschen herstellen. Hinzu kommen 20 Pauschalkräfte, die die noch anfallenden Handarbeiten in der Weiterverarbeitung übernehmen. „Dadurch haben wir eine hohe Flexibilität“, so Zech. Diese bezieht sich nicht nur auf die Stückzahl, die von 100 bis 5 Millionen reichen kann. „Was wir bis zur Perfektion durchziehen wollen, ist die Termintreue“, so Zech. Denn auf dem heiß umkämpften Markt würde jede Unpünktlichkeit bestraft. Und so hat sich die Großschirmaer Druckerei längst nicht nur namhafte deutsche Unternehmen an Land gezogen. „Wir haben Verkaufsbüros in Österreich, Frankreich und den Niederlanden“, berichtet Zech. So werden in der sächsischen Kleinstadt zum Beispiel die Bestellformulare für Tupperware für ganz Frankreich gedruckt. Das deutsche Verkaufsbüro hat seinen Sitz in Dernbach/Rheinland-Pfalz, denn der Großteil der Kunden kommt aus Deutschland, einem Land mit sehr hohem Briefumschlagbedarf. 2002 schaffte sich PRIMUS die erste Briefumschlag-Druckmaschine an, mittlerweile sind es sieben. Das Unternehmen gehört nun zu den Top 5 der Briefumschlagdruckereien in Deutschland. Täglich verlassen 4,5 Millionen Stück den Betrieb – für jeden Sachsen einen.

„Wir haben uns über die Jahre zu einer wohl außergewöhnlichen Multifunktionsdruckerei entwickelt“, berichtet Herbert Geringhoff, Geschäftsführer für Marketing und Vertrieb. „Unser Betrieb vereint bis zu fünf Fertigungsbereiche in einem Hause. Das ist sicherlich ein Novum in unserer Branche.“ Die Großschirmaer Firma hat jedes Jahr einen Umsatzzuwachs von etwa 700.000 Euro und rechnet Ende 2008 mit einem Umsatz von 9 Millionen Euro. Geringhoff: „Im nächsten Jahr werden wir unser Unternehmen auch auf Messen und Ausstellungen präsentieren. Mit unseren verschiedenen Produktionsstrecken haben wir derart viele Druckerzeugnisse anzubieten, dass wir dies auch intensiv transportieren wollen.

www.at-primus.at

Veröffentlichungen: Freiberger Zeitung (Freie Presse), 8.10.2008
Autor: Ute George

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